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Nr. 7596

Radierung: "Der Sündenbock" von 1950

Wilhelm Höpfner (1899 - 1968) / Magdeburg
50er Jahre
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Radierung auf kräftigem Papier, unter der Darstellung mit Bleistift Betitelt, handsigniert und datiert (19)"50". Außenmaße der älteren reliefierten, braun gebeizten und innen gold abgesetzten Holzleiste (wohl aus den 1910er, 20er Jahre) ca. 49,5 x 40 cm, Bildmaße ca. 26,5 x 22 cm. Das Bild ist ungeöffnet. Der Rahmen weist etwas deutlichere Altersspuren auf (im Sinne einer plausiblen Patina), ansonsten geringe Alters-, Griff- und Lagerspuren.

zu Wilhelm Höpfner: der 1899 in Magdeburg geborene Wilhelm Höpfner studierte 1918 zunächst ein Semester bei Richard Winckel an der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule Magdeburg, ging dann an die staatliche Kunstschule Berlin. Hier legte er 1921 sein Examen als Zeichenlehrer für höhere Schulen ab. Noch im gleichen Jahr trat er eine Lehrerstelle in Magdeburg an und schloss sich dort der linksgerichteten Künstlervereinigung "Die Kugel" an, wobei er den Architekten Bruno Taut kennenlernte. Ab 1921 unternahm Höpfner diverse Auslandsreisen, so besuchte er bis 1937 siebenmal Italien. 1922 beteiligte er sich mit vier Radierungen an einer Ausstellung der Berliner Sezession und gestaltete im Auftrage Tauts die, heute nicht mehr erhaltene, Bemalung des Schinkelsaals im Gesellschaftshaus des Magdeburger Klosterbergegartens. In der Magdeburger Volksstimme veröffentlichte er als freier Mitarbeiter diverse satirische Zeichnungen. 1926 ging er wieder nach Berlin, wo er die Bekanntschaft von Max Liebermann und Käthe Kollwitz machte. Im Jahr 1929 stellte er vier Graphiken zur Dreigroschenoper in der Berliner Ausstellung der Preußischen Akademie der Künste aus. 1931 nahm er wieder seine Tätigkeit im Magdeburger Schuldienst auf. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden fünf seiner Arbeiten als entartet beschlagnahmt. Höpfner stellte nur noch selten aus. Höpfner leistete auf deutscher Seite seinen Kriegsdienst im 2. Weltkrieg und geriet in Gefangenschaft. Bereits 1945 kehrte er nach Magdeburg zurück und trat wieder in den Schuldienst ein. Hier engagierte er sich mit Hermann Bruse und Bruno Beye in einer Entnazifizierungskampagne und setzte sich für die Nachwuchsförderung ein. Höpfner, der als Lehrer in Magdeburg wirkte, gehörte auch in verschiedenen Funktionen dem Kulturbund an. Von 1952 bis 1959 war Höpfner Vorsitzender des Verbandes Bildender Künstler im Bezirk Magdeburg. 1955 und 1959 fanden große Ausstellungen seiner Werke in Halle und Magdeburg statt. 1961 wurde Höpfner mit dem Erich-Weinert-Kunstpreis der Stadt Magdeburg ausgezeichnet. Höpfner begründete den Graphikkreis im Kulturbund, dessen Vorsitzender er von 1964 bis zu seinem Tod 1968 war. Nach seinem Tode engagierte sich Johanna Höpfner für sein Werk. Es folgten mehrere große Ausstellungen, auch im Ausland. Quelle: Wikipedia.