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Nr. 6708

Figürlicher Kerzenleuchter aus Messing

attrib.: Albert Gustav Bunge (1893 - 1967) / Fürstenfeldbruck bei München
50er Jahre
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Vollplastischer Messingkorpus in Form einer auf einem gewölbten Sockel stehenden, mit Rock und eng anliegendem Pullover bekleideten, leicht stilisierten Frau, die den Schaft für die Leuchterschale in den Händen hält. Höhe ca. 15,5 cm, leichte Altersspuren. Unterseitig bezeichnet "Germany", vermutllich Albert Gustav Bunge der 1940er, 50er Jahre.

"Obwohl Albert Gustav Bunge (geb. 1893 in Rathenow, gest. 1967 in Salzburg) zu Beginn des ersten Weltkrieges die rechte Hand verstümmelt wurde, verfolgte er seine künstlerischen Studien beharrlich. Er besuchte die Kunstschule Hannover und trat dann in die Akademie der bildenden Künste in München ein. Prägend wirkten auf ihn die Münchner Schmuckkünstler und vor allem die Forderungen des in München gegründeten Deutschen Werkbundes. Der Bund trat für die Veredelung der gewerblichen Arbeit ein und propagierte dazu die Sorgfalt der Ausführung, Materialechtheit, Sachlichkeit, ornamentale Zurückhaltung sowie zeitgemäße und zweckgebundene Form. Ebenso wollte Bunge sein Publikum nie durch virtuose Höchstleistungen in Staunen versetzen, seine Arbeiten sollten vor allem durch „Qualität“ überzeugen. Sein künstlerisches Streben ging dahin, selbst die schlichtesten Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens durch eine materialgemäße Formgebung in den Bereich des Schönen zu heben. Als Mitglied des Bayrischen Kunstgewerbevereins nahm er an verschiedenen Ausstellungen im Münchner Glaspalast teil. Im Laufe der 1930er Jahre betrieb er intensive Studien mit der Emailtechnik. Neben seiner Werkstatt in Emmering gründete er einen zweiten Werkstättenbetrieb in Reit am Winkl in Oberbayern am Alpenrand, nun hauptsächlich für Emailarbeiten, die er z.B. auf den Messen im Grassi-Museum in Leipzig präsentierte. Bunge zählte bald zu den führenden Vertretern der Emailkunst, die seit den 20er Jahren einen bedeutenden Aufschwung erlebt hatten. Weisen Bunges Metallarbeiten der 1920er- und 1930er-Jahre insbesondere Art Déco Elemente auf, sind seine Emailarbeiten der 50er Jahre schon stark der sachlichen, oft geometrisierenden Formensprache verpflichtet, die den „Bauhaus-Zeitgeist“ wieder aufleben lässt." (Zitat von 11/12 auf www.design20.eu)