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Nr. 6130

Silberner Anhänger mit Rosenquarzcabochon

Entwurf: Toni Riik (1891 - 1972), Umsetzung: Adolf Regelmann (*1892) / Stuttgart
Art deco
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Scheibenförmiger, offen gearbeiteter Silberkorpus (925er), der von einem schmalen Steg eingefasst wird, zentral überlagern sich im Verlauf angeordnete Halbkreis- und Ringelemente aus feinem Silberdraht, die im oberen Drittel einen Rosenquarz-Cabochon in Zargenfassung integrieren. Oberseitig einfache, starre Öse. Durchmesser ca. 4,5 cm. Ungeputzter Zustand mit diskreter Patina und geringen Tragespuren. Rückseitig gemarkt, wohl 1930er Jahre.

zu Toni Riik: Die bedeutende deutsche Schmuckgestalterin (die auch gezeichnet und gemalt hat) besuchte von 1919 bis 1922 die Kunstgewerbeschule Magdeburg, wurde anschließend in Ludwigsburg ansässig, wo sie technische und künstlerische Leiterin für Feinleder und Stoffkunst in den Vereinigten Ludwigsburger Werkstätten wurde. 1925 gründete sie das Buntlederhaus "Pfennig und Riik". 1930, nach kurzem Aufenthalt in Paris, ging sie wieder nach Ludwigsburg und gründete dort die Werkstätte Riik, wo nach ihrem Entwurf der neuartige Filigranschmuck in Anlehnung an alten nordischen Spiralschmuck, den sog. Rungholt-Schmuck, entstand. Später entwickelt sie die ludwigsburger Feueremaille, mit der sie bis in die 1960er Jahre arbeitet. Es verband sie eine enge Freundschaft mit dem ludwigsburger Metallkünstler Harald Buchrucker, beide stellten auch regelmäßig auf der Grassi-Messe in Leipzig aus (Riik bis 1945, Buchrucker z.T. auch noch danach). Ab 1939 erhielt die Stuttgarter Werkstätte Adolf Regelmann Herstellungsrechte an ihrem Schmuck (Quelle: Auktionshaus von Zeschwitz / München und mündliche Auskünfte vom Potsdamer Sammler Frank Warmuth, dem ich herzlich für seine Informationen danke). Literatur: Walter Passarge "Deutsche Werkkunst der Gegenwart", Berlin 1939 und Christianne Weber "Schmuck der 20er und 30er Jahre in Deutschland", Stuttgart 1990.