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Nr. 5890

Silberner Anhänger mit Rosenquarz und Kette

Entwurf: Toni Riik (1891 - 1972), Umsetzung: Adolf Regelmann (*1892) / Stuttgart
Art deco
140.00 €      In den Warenkorb
Hochovaler, offen gearbeiteter Silberkorpus (925er), der sich aus Kreiselementen zusammensetzt, mittig ovalärer Rosenquarz-Cabochon in Zargenfassung. Oberseitig einfache, bewegliche Ringöse. Dazugehörig schlichte Silberkette (925er) aus ovalären Kettengliedern, Ringösenverschluss. Maße des Anhängers ca. 2,9 x 2,5 cm, Kettenlänge ca. 59,5 cm. Ungeputzter Zustand mit moderater Patina und geringen Tragespuren. Anhänger rückseitig, Kette am Verschluss gemarkt. Ungeputzter Zustand mit relativ deutlicher Patina. Wohl 1940er bis 60er Jahre.

zu Toni Riik: Die bedeutende deutsche Schmuckgestalterin (die auch gezeichnet und gemalt hat) besuchte von 1919 bis 1922 die Kunstgewerbeschule Magdeburg, wurde anschließend in Ludwigsburg ansässig, wo sie technische und künstlerische Leiterin für Feinleder und Stoffkunst in den Vereinigten Ludwigsburger Werkstätten wurde. 1925 gründete sie das Buntlederhaus "Pfennig und Riik". 1930, nach kurzem Aufenthalt in Paris, ging sie wieder nach Ludwigsburg und gründete dort die Werkstätte Riik, wo nach ihrem Entwurf der neuartige Filigranschmuck in Anlehnung an alten nordischen Spiralschmuck, den sog. "Rungholt-Schmuck", entstand. Später entwickelt sie die ludwigsburger Feueremaille, mit der sie bis in die 1960er Jahre arbeitet. Es verband sie eine enge Freundschaft mit dem ludwigsburger Metallkünstler Harald Buchrucker, beide stellten auch regelmäßig auf der Grassi-Messe in Leipzig aus (Riik bis 1945, Buchrucker z.T. auch noch danach). Ab 1939 erhielt die Stuttgarter Werkstätte Adolf Regelmann Herstellungsrechte an ihrem Schmuck (Quelle: Auktionshaus von Zeschwitz / München und mündliche Auskünfte vom Potsdamer Sammler Frank Warmuth, dem ich herzlich für seine Informationen danke). Literatur: Walter Passarge "Deutsche Werkkunst der Gegenwart", Berlin 1939 und Christianne Weber "Schmuck der 20er und 30er Jahre in Deutschland", Stuttgart 1990.

zu Adolf Regelmann, am 17.09.1892 in Pforzheim geboren, gründete seine Goldschmiedewerkstatt in Stuttgart. Im Jahre 1963 übersiedelte er nach Sonthofen im Allgäu.