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Nr. 3600

Silberne Bernsteinbrosche

Stüber & Kay / Hamburg
Art deco
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Handgetriebener, hohl gebödeter, querovaler, konvexer Silberkorpus (800er) mit feinem Hammerschlagdekor, der mittig einen erhöhten, querovalen, gelblichen, opaken Bernstein-Cabochon in Zargenfassung trägt. Dieser wird von Reihen aufgesetzter Ring-, Punkt- und länglich-rhombenförmigen Elementen umrahmt. Maße ca. 4,5 x 3,7 cm, ungeputzter Zustand mit diskreter Patina und geringen Tragespuren. Rückseitig einfache Broschierung und Markung, wohl um 1915.

zu Christoph Kay: geb. 1869 in Bremen; 1884 - 89 Lehre als Ziseleur bei der Silberwarenfabrik Bruckmann & Söhne in Heilbronn; Wanderjahre nach Wien, Prag, Dresden, Berlin und Leipzig; anschließend ein Jahr bei Ed. Wollenweber in München tätig, danach bei Franz Wüsten in Köln; 1900 bronzene Medaille auf der Pariser Weltausstellung; 1900 - 10 Meister bei Goldschmied Alexander Schönauer; 1910 Eröffnung der gemeinsamen Werkstatt mit Otto Stüber in Hamburg; 1920 bis zu seinem Tode 1943 eigene Werkstatt; arbeitete nach eigenenen und fremden Entwürfen (u.a. Carl Otto Czeschka), war Mitglied im Hamburger Kunstverein und im Deutschen Werkbund. zitiert aus "Schmuck der 20er und 30er Jahre in Deutschland: Künstlerschmuck des Art deco und der Neuen Sachlichkeit" von Chrisitianne Weber, Arnoldsche 1990.

zu Otto Stüber (1885 - 1973): im Jahre 1898 wird er Schüler von Fritz von Miller in München und studiert gleichzeitig an der Münchner Kunstgewerbeschule; nach Wanderschaft und Aufenthalten in Kopenhagen bzw. Oslo geht er nach Hamburg, wo er 1910 eine Werkstatt mit Christopher Kay öffnet; ab 1920 dann eigene Werkstatt, die bald zu den führenden Goldschmieden in Hamburg zählt; er setzt aber nicht nur eigene, sondern auch Entwürfe anderer Künstler wie Carl Otto Czeschka und Dagobert Peche (Wiener Werkstätte) um; in den 1930er Jahren wird Stübers Stil puristischer, zeitloser; von 1949 - 51 lernt seine Tochter, Brigitte Klosowski, bei ihm; von 1951 - 58 betreiben sie dann die Werkstatt gemeinsam. Quelle: "Schmuck der 20er und 30er Jahre in Deutschland: Künstlerschmuck des Art deco und der Neuen Sachlichkeit" von Chrisitianne Weber, Arnoldsche 1990 sowie Intenet-Recherche.