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Nr. 4343

Karnevalsanstecker oder -orden / Kils Kolosseum München 1908

vermutlich GG Lindner, Münchner Vereinszeichenfabrik
Jugendstil
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In der Grundform runder Korpus aus versilbertem Metall. Flachreliefiertes Brustbild einer jungen Frau mit Haube, auf deren Schultern ein kleiner nackter Harlekin (oder wohl eher ein kleiner Amor mit Narrenkappe) sitzt. Unterseitig kartuschenartige Randverzierung, zwei kleine Akzente mit hellblauer Emaillefarbe, beweglich abgehängtes Messingschild mit der Bezeichnung "COLOSSEUM CARNEVAL 1908". Durchmesser ca. 3,5 cm, Maximale Länge ca. 5 cm. Ungeputzter Zustand mit fast gleichmäßiger, dunkler Patina, geringe Alters- und Tragespuren. Rückseitig einfache Broschierung und angeklebtes Ripsband.

Hier einige Internetrecherchen zum bedeutenden Münchner Vergnügungspalast:

"Kils Kolosseum in der Müllerstraße – zu jener Zeit das größte Lokal in der Stadt" (www.zeno.org)

"Wer sich in München amüsieren wollte, kam in die Isarvorstadt. Hier waren käufliche Damen und hier stand seit 1874 'Kils Colosseum' zwischen Jahn- und Hans-Sachs-Straße, ein Varietétheater und Amüsieretablissement." (www.adlzreiterstr.de)

"In Kils Kolosseum hielten die Kunstakademiker ihr Faschingsfest ab" (Ludwig Ganghofer - Lebenslauf eines Optimisten)

"Im Jahre 1875 nach dem von Franz Kil eröffnete Lokal Kolosseum benannt. In der zusätzlich zum Wirtshaus vorhandenen Singspielhalle trat auch Karl Valentin auf. Trotz schwerster Schäden des Zweiten Weltkriegs lief der Betrieb weiter bis im Jahre 1958." www.glockenbacher.de