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Nr. 2196

Kupfer-Kanne

Karl Raichle, Meersburg
Bauhaus und Umfeld
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Korpus aus konisch sich verjüngendem, größeren Unter- und sich leicht verbreiterndem, kürzeren Oberteil. Kleine, kantig geformte Schnaupe und stabförmige Handhabe aus Holz mit Messinghalterung, innenseitig verzinnt. Flacher Deckel mit kleinem Holzgriff. Höhe ca 20,5 cm, warme Patina. Unterseitig neben Form- oder Dekor-Nummern "37" und "3" Markung: "R" und "MEERSBURG", siehe Foto. Allerdings ist hier nicht das in der Literatur verzeichnete kleine "r" verwendet, trotzdem ist es m.E. sehr wahrscheinlich, daß es sich um eine Raichle-Kanne handeln dürfte (oder doch Nachfolge-Unternehmen ??). Wohl zwischen Ende der 30er und 50er Jahre.

zu Karl Raichle: Lehre als Kupferschmied bei der Lampenfabrik Max Krüger in Berlin; vor dem ersten Weltkrieg Wanderjahre u.a. in die Schweiz (dort Kontakt zu anarchistischen Kreisen); Versuche als Literat; wird 1914 als Soldat eingezogen; nach 1918 Arbeit als Landwirt; 1918 zwei Semester Studium am Bauhaus in Dessau, arbeitete dort in der von László Moholy-Nagy geleiteten Metallwerkstatt, zudem Zusammenarbeit mit O. Schlemmer an der Bauhaus-Bühne; 1928 Gründung der "Werkgemeinschaft Urach K. und E. Raichle", Anfang der 30er Jahre Ausstellungen im Grassi-Museum Leipzig; ab 1933 Niederlassung in Meersburg; 1937 Beteiligung an der Pariser Weltausstellung, dort Ehrenurkunde; nach seinem Tod 1965 Übernahme der Werkstatt durch Wilhelm Riede, zuvor (1950)hatte sein Adoptivsohn Hans mit Dore Fischer ebenfalls in Meersburg eine eigene Werkstatt gegründet. Quelle: "Metallkunst der Moderne", Bestandskatalog des Bröhan-Museums Berlin 2001.