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Nr. 2391

Goldener Ring mit Karneol

Otto Scharge (1894 - 1976) / Halle
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Handgefertigter Ringkorpus aus 585er Gold: relativ schmale Ringschiene, die sich beidseits zum hohl bzw. hinten offen gearbeiteten Ringkopf, der eine relativ große, ovale Karneol-Platte in Zargenfassung trägt, fächerförmig verbreitert und ein einfaches, aufgesetztes Dekor (stilisierte Blätter?) aufweist. Der Ringinnendurchmesser beträgt ca. 17 mm. Innenseitig gemarkt (etwas verschlagen, nach 1930), ungetragen, aus dem Nachlaß des Künstlers.

zu Otto Scharge: geb. am 7.3. 1894 in Zühlen bei Neuruppin, 1908 - 1912 Lehre als Gürtler, 1920 -22 Gold- und Silberschmied in der Berliner Geschäftsstelle der Wiener Werkstätte, 1923 Mitarbeit bei den Hamburger Juwelieren Otto Stüber und Christoph Kay (Mitglied des Werkbundes) sowie kurz auch bei Emil Lettré, 1924 erste eigene Werkstatt in Weißenfels, wird Mitglied des Werkbundes, ab 1926 regelmäßige Ausstellung seiner Arbeiten auf der Leipziger Grassi-Messe, 1930 Heirat mit Ilse Nebel sowie Übersiedlung nach Halle mit Gründung einer gemeinsamen Werkstatt, 1934 Bestallung zum Obermeister der Goldschmiedeinnung der Handwerkskammer Halle, Meisterprüfung 1937, zahlreiche Ausstellungen - u.a. 1935 den 2. Preis im Wettbewerb "Bernstein in Verbindung mit Silber" der Gesellschaft für Goldschmiedkunst sowie 1937 Silbermedaille auf der Weltausstellung in Paris, 1964 Ernennung zum Professor, gest. am 25.3.1976 in Halle.

Lit. siehe "Ilse Scharge-Nebel - Glas, Otto Scharge - Schmuck", Ausstellungskatalog der Staatlichen Galerie Moritzburg von 1994 sowie Christianne Weber: "Schmuck der 20er und 30er Jahre in Deutschland", Arnoldsche Verlagsanstalt 1990.