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Nr. 2997

Portrait-Medaille Adeline Mallinckrodt von 1909

Bernhard Sopher (1879 - 1949)
Jugendstil
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Große, schwere Bronzemedaille, die vorderseitig deutlich reliefiert das Portrait Adeline Mallinckrodts im Profil nach links zeigt, im Randbereich bezeichnet "ADELINE MALLINCKRODT GEB. BLANK". Rückseite bezeichnet mit "ZUR ERINNERUNG AN DEN 80TEN GEBURTSTAG IN ELBERFELD 8 MAERZ 1909", seitlich signiert und datiert "SOPHER 09". Durchmesser ca. 9 cm, warme, fast gleichmäßige Patina mit minimalen Gebrauchsspuren. Das zugehörige Original-Kästchen ist an den Ecken leicht bestoßen und innen mit Samt bzw. Seide ausgeschlagen, letztere ist teilweise verschlissen, Maße ca. 13, 5 x 12,5 cm.

Bernhard Sopher (geb. 1879 in Safed / Palestina, gest. 1949 Hollywood) studierte an der Kunstakademie in Berlin bei Adolf Brütt und an der Handwerkerskunstschule in Weimar. Er war an der Realisierung des Denkmals für Großherzog Carl Alexander auf dem Karlsplatz in Weimar sowie am Foyer des Weimarer Nationaltheaters beteiligt. Seit 1908 lebte Sopher in Düsseldorf. 1914 bemühte sich Sopher, bis dato türkischer Staatsangehöriger, um die preußische Staatsangehörigkeit; er diente als Freiwilliger für Deutschland im Ersten Weltkrieg. In den 20er Jahren wurde er als Mitglied der Vereinigung Das Junge Rheinland bekannt. In den Jahren 1929 bis 1931 war er in der Künstlervereinigung Rheinische Sezession engagiert. Unter dem Druck des NS-Regimes emigrierte Sopher 1935 in die USA, da er aufgrund seiner jüdischen Abstammung keine Arbeitsmöglichkeit mehr hatte. Er wurde 1943 US-amerikanischer Staatsbürger. Hauptwerk der Spätzeit "Motherhood in War".

Sein Nachlass wurde in der Unternehmervilla Sack in Düsseldorf ausgestellt, seit 2003 wird die Ausstellung vom Stadtmuseum der Stadt Düsseldorf gepflegt. Zudem sind Werke von ihm im Folkwang-Museum Essen, in den Kunstsammlungen der Stadt Düsseldorf und im Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund.

Quelle: u.a. Künstlerlexikon Vollmer und Wikipedia

Literatur: Bernhard Sopher: Plastik. Berlin: Galerie Rudolf Wiltschek, 12. bis 31. Oktober 1925. War mothers: sculpture by Bernhard Sopher. New York City, NY: Associated American Artists, 23. Februar bis 8. März 1943. Berhard Sopher, Kunstsammlungen der Stadt Düsseldorf, 1951