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Nr. 2717

Lithografie: "Aus Tausend und einer Nacht"

Richard Teschner (1879 - 1948)
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Wohl Lithografie in Brauntönen, rechts unten signiert. Papier gering unfrisch, diskrete Griff- und Lagerspuren. Blattgröße ca. 31 x 27 cm, Bildmaße ca. 23 x 21,5 cm. Wohl um 1915. Die Arbeit wurde auch als Radierung vom Verlag der Gesellschaft für Vervielfältigende Kunst Wien herausgegeben, dort typografisch bezeichnet: "Aus Tausend und einer Nacht", aber auch die Bezeichnung "Der Schatz" läßt sich finden (was sich ja nicht ausschließt).

zu Richard Teschner (1879-1948). Der Sohn eines Druckers wuchs in Leitmeritz auf und studierte an der Kunstakademie Prag und der Wiener Kunstgewerbeschule, ehe er 1909 endgültig nach Wien übersiedelte, wo er Mitarbeiter der Wiener Werkstätte wurde und 1911 Emma Bacher-Paulik heiratete. Ein Jahr später arbeitete er erstmals mit Stabpuppen in seinem Figurentheater Der Goldene Schrein, das der Künstler Max Domenig samt verschiedenen Figuren geschnitzt hatte. 1919/20 fand im Museum für Kunst und Industrie in Wien eine Ausstellung unter dem Titel Richard Teschner statt. 1925 gab es erste öffentliche Aufführungen in Teschners Atelier. Als Maler, Grafiker, Bildhauer und Puppenspieler schuf er in den Dreißiger Jahren den Figurenspiege, der seit dem Tod seiner Witwe 1953 im Österreichischen Theatermuseum im Palais Lobkowitz bewahrt wird. Die herkömmliche Guckkastenbühne wurde hier zugunsten eines runden, glasgeschützten Panoramas, einer Art Hohlspiegel mit Lichteffekten, aufgegeben. Teschner, der sich nach wie vor von den javanischen Stabfiguren inspirieren ließ, schuf nicht nur die Puppen und die Bühnentechnik für seine pantomimischen Stücke selbst, sondern komponierte auch die Begleitmusik – meist, aber nicht ausschließlich unter Verwendung eines Polyphons - und arbeitete die Handlung der Stücke aus. Die Spieltradition wurde nach Teschners Tod und trotz der Übernahme des Figurenspiegels durch das Museum durch seine Mitarbeiterinnen bis 1965 aufrechterhalten und später im Rahmen eines Museumsprojekts wiederbelebt. Im Frühjahr 2006 stehen die Stücke Karneval aus dem Jahr 1930 und Der Basilisk von 1937 auf dem Spielplan. Teschner schuf über den Figurenspiegel hinaus auch Gemälde, Plastiken, Exlibris, kunstgewerbliche Gegenstände etc. Ein Bronzeentwurf zu Groteske auf Skiern aus der Zeit um 1920 steht derzeit (März 2006) im Dorotheum zur Versteigerung; ein Wasserkrug mit Bechergläsern nach Teschners Entwurf ist im Österreichischen Theatermuseum zu sehen. Auch Buchillustrationen schuf Teschner, so z. B. zu den 1921 herausgegebenen „Visionen aus dem Osten“/ Villiers de l’Isle-Adam in der Übertragung von Erwin Rieger. 1927 entstand in Zusammenarbeit mit Carl Hoffmann der Film Der geheimnisvolle Spiegel. Zitiert aus: Wikipedia 05/11.