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Nr. 2919

Holzschnitt: "Elbfahrt" von 1967

Wolfgang Mattheuer (1927 - 2004)
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Holzschnitt auf fast weißem Papier, rechts unten mit der Hand signiert und datiert (19)67. Bildmaße ca. 47,8 x 35,8 cm, Blattmaße ca. 50,2 x 38,7 cm, wobei der Rand beschnitten wirkt, leichte Lagerspuren.

Grimm 194. Koch / Arendt 154. Gleisberg 110.

Wolfgang Mattheuer wurde am 7. April 1927 in Reichenbach/Vogtland geboren. Nach dem Schulbesuch in Reichenbach (1933 bis 1941) absolvierte er von 1941 bis 1944 eine Lehre als Lithograph in der Firma Carl Werner in Reichenbach. 1944 wurde Wolfgang Mattheuer zu den Gebirgsjägern nach Salzburg einberufen - Kriegseinsatz in der Slowakei, dort verwundet; Lazarettaufenthalt in Prag; Gefangenschaft durch die Rote Armee; Flucht aus der Kriegsgefangenschaft; 1945 Heimkehr nach Reichenbach; Von 1946 bis 1947 besuchte Mattheuer die Kunstgewerbeschule in Leipzig, wo er seiner späteren Frau Ursula Neustädt begegnet. Von 1947 bis 1951 studierte Mattheuer an der Hochschule für Graphik und Buchkunst in Leipzig bei den Professoren Egon Pruggmayer, Walter Arnold und Elisabeth Voigt. Abschluss mit dem Grafikdiplom. Von 1951 bis 1952 arbeitete er als Grafiker bei der Illustrierten Rundschau in Berlin. 1952 Rückkehr nach Leipzig und Beginn der Lehrtätigkeit an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (1952 bis 1956 Assistent, 1956 bis 1965 Dozent, 1965 bis 1974 Professor). Der Hochschullehrer Wolfgang Mattheuer bewirkte als Mitglied der ersten Absolventengeneration der Hochschule für Grafik und Buchkunst gemeinsam mit seinen Kollegen Bernhard Heisig und Werner Tübke eine Richtungsänderung weg von der Lehre des Sozialistischen Realismus. Diese drei Künstler begründeten die sogenannte Leipziger Schule, die ab 1960 für das Kunstschaffen der DDR bedeutsam wurde und die Akademie bekannt und ihre Begründer erfolgreich machte. Auf eigenen Wunsch legte Wolfgang Mattheuer 1974 sein Lehramt nieder und arbeitete fortan nur noch freiberuflich. Ab 1978 war er Mitglied der Akademie der Künste der DDR. Eine umfassende Retrospektive war 2002 zu seinem 75. Geburtstag in den Städtischen Kunstsammlungen in Chemnitz zu sehen. Wolfgang Mattheuer starb am 7. April 2004. Der Künstler galt als Chronist der Gesellschaft. Arbeiten von ihm befinden sich unter anderem in Museen in Aachen, Altenburg, Berlin, Bonn, Budapest, Dresden, Frankfurt/Oder, Halle, Hannover, Köln, Leipzig, Nürnberg, Oberhausen, Peking, Schwerin, Stuttgart, St. Petersburg, Weimar, Wien, Würzburg sowie in zahlreichen privaten Sammlungen. Plastische Werke befinden sich in den Museen Altenburg, Berlin, Heilbronn, Köln, Leipzig. Nach seinem Tod wurde im Jahr 2004 die Ursula Mattheuer-Neustädt und Wolfgang Mattheuer Stiftung mit Sitz in Leipzig gegründet. Anliegen und Zweck der Stiftung ist es, das künstlerische Werk beider Künstler zu bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Quelle: Wikipedia